Wie wir das Demokratie-Chaos wieder in den Griff bekommen.

  • 15. November 2016, 12:57

Viele wundern sich über die Wahlergebnisse in Großbritannien, in den USA oder auch in Venezuela, wo das Volk einen Friedensvertrag abgelehnt hat. Die Reaktion der „Eliten“ ist, der Souverän hätte geirrt. Es werden Rufe laut nach Wahlführerschein, nach Kontrolle der Medien und nach ähnlichem undurchführbaren Unsinn.

Wir brauchen keinen „Wahlführerschein“: Niemand kann falsch wählen und niemand kann vorschreiben was richtig ist. Die Demokratie führe sich ad absurdum, wenn sie das täte. Die Herausforderung liegt darin künstlich aufgebaute Scheinwelten aufzubrechen. Die Herausforderung sind gesteuerte Alogrithmen, alternative Medien, Social Bots und manipulierendes Content Marketing.

Die Einzigen, die das aufbrechen können, sind die Wähler selbst. Sie brauchen aber Zugang zu zeitgemäßer Bildung. Darüber hinaus brauchen sie die Möglichkeit der ernsthaften Einbindung und echter Partizipation. Demokratie muss man lernen. Manches Mal brauchen wir den Hammer auf dem Kopf, damit wir den Helm wieder aufsetzen. Ein schwerer Weg, aber der einzig gangbare.

Dabei spielt das Smartphone eine große Rolle. Wir werden nicht darum herum kommen die Demokratie zu digitalisieren. Mehr in meinem Buch.

Christian Dreyer
Herausgeber

Foto: Dean Drobot / shutterstock