Markenkommunikation, Journalismus und Gesellschaftspolitik vermischen sich. Was bedeutet das für Unternehmen?

  • 28. November 2016, 10:02

Kaum jemand der jungen Generation abonniert noch Printmedien, die umfassend berichten. Sie sind mit Facebook und Co. aufgewachsen. Diese Generation kennt den Unterschied zwischen Journalismus und Content-Marketing nicht. Sie informieren sich bei Influencern auf YouTube, Instagram und Facebook, weil sie ihnen sympathisch erscheinen. Sie abonnieren Blogs die jene Teilaspekte herauspicken damit die große von ihnen erzählte Geschichte plausibel erscheint. Alles scheint harmonisch. Der Algorithmus von Facebook und Google tut sein Übriges um die Echokammer zu schließen. Sie sind abgeschnitten von der Realität. Ein Teufelskreis.

Echokammern gefährden unsere Demokratie!
Aufgrund personalisierter Algorithmen in Sozialen Netzwerken bekommt man eine andere Meinung schlicht nicht mehr mit. Andere relevante Themen werden praktisch ausgeblendet. Also muss ja alles stimmen, was man hört und liest. Diese Entwicklung ist brandgefährlich. Wir haben die ersten Auswirkungen bereits beim Brexit und bei Trump hautnah miterlebt. Man könnte auch sagen, wir leben im Zeitalter der gezielten Information bzw. Desinformation. Die Auswirkungen reichen von bewusster Meinungsmanipulation bis hin zu Unruhen in der Bevölkerung und schlussendlich zum Fall der Demokratie. Klingt unglaublich, ist aber die logische Schlussfolgerung. Wird nicht heute passieren und auch nicht morgen, aber übermorgen. Deswegen müssen wir jetzt gegensteuern.

Aufruf an medienmachende Unternehmen!
Wir haben einen Aufruf gestartet, weil sich Markenkommunikation, Journalismus und Gesellschaftspolitik Tag für Tag weiter vermischen. Immer mehr Menschen sind von der Politik enttäuscht und erwarten von Unternehmen, die großen Herausforderungen der Zukunft zu lösen. Wir sehen daher Unternehmen in der Pflicht, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Und an diese Verantwortung appellieren wir.

Ja, es braucht relevante Themen für die Zielgruppen, es braucht auch eine stringente Botschaft um Verkaufserfolge zu erzielen und sich ein Image aufzubauen – es braucht aber dennoch immer ein reflektiertes Auftreten und das Zulassen und darauf Hinweisen anderer Meinungen – natürlich nur sofern sie sich im Rechtsrahmen befinden. Gerade weil sich Markenkommunikation, Journalismus und Gesellschaftspolitik immer weiter vermischen, ist Content-Marketing mit Verantwortung des Pudels Kern.

Wir Unternehmer müssen jetzt handeln!
Themen-Marketing, als ein weiterentwickeltes Content-Marketing, wird die Headlines der Zeitungen von morgen bestimmen. Noch nie war die Chance so groß, die Welt mit Werbebudgets und Verantwortung positiv zu verändern, solange man sich für die Kunden relevante Themen herausgreift. Wir haben in Wahrheit keine Wahl. Es liegt an uns Unternehmern, die Welt zu retten.

Mach Themen-Marketing, aber mit Verantwortung! Wir sind die Spezialisten dafür.

Christian Dreyer
Herausgeber