Die Unverbindlichkeit von Abstimmungen zerstört die Demokratie!

  • 6. Juli 2016, 13:32

Ein paar Tage ist sie nun her, die Abstimmung über den Brexit. Die Briten haben mit einer knappen Mehrheit für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Die Brexit-Befürworter mussten knapp nach dem Sieg aber bereits eingestehen, dass ihre Argumente Müll waren, dass sie schlicht gelogen haben. Die beiden Spitzenmänner der Kampagne, Boris Johnson und Nigel Farage, sind zurückgetreten. Ihnen ging es von Anfang an nur um Stimmungsmache – für den persönlichen Vorteil sich weiterhin als Opfer zu positionieren. Sie selbst glaubten nicht an einen tatsächlichen Austritt. Jetzt haben sie einen Scherbenhaufen hinterlassen und entziehen sich der Verantwortung.

Rechtfertigt das jetzt ein Ignorieren des Referendums? Schlussendlich war es nur eine Befragung, an die sich die Regierung nicht halten muss. Ich erteile dem eine ganz klare Absage. Wir alle haben einfach und jederzeit Zugang zur größten Informationsquelle der Welt: Internet. Wer Versprechen einer Kampagne nicht auf Umsetzbarkeit und Wahrheit prüft, Populisten auf den Leim geht, der muss sein Abstimmungsverhalten schlussendlich bereuen, der muss den Schmerz und alle Konsequenzen schlussendlich spüren. Nur so lernt man Verantwortung. Nur so lernt man mit dem mächtigen Werkzeug der Direkten Demokratie umzugehen.

„Wer noch nie einen Hammer auf dem Kopf gespürt hat, der weiß nicht, wozu er einen Helm aufsetzen soll.“

Wir erleben das auch in der Werbeindustrie. Noch immer werden wir von Werbebotschaften belästigt und mit Versprechen gelockt, die meist gar nicht stimmen oder so austauschbar geworden sind, dass sie auf jedes Produkt jedes vergleichbaren Unternehmens passen würden. Viele Kunden sind selbstbewusster geworden und informieren sich über den Wahrheitsgehalt von Werbebotschaften. Die Folge sind oftmals Shitstorms, die das ganze Unternehmen in den Ruin treiben können. Der Unterschied zu Wahlergebnissen liegt darin, jederzeit wo anders einzukaufen – während Abstimmungsergebnisse für alle gelten. Unternehmen sind daher umso stärker gefordert auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen einzugehen.

Nur wer sich mit seinen Kunden verbündet, mit dem richtigen Themen-Marketing auf sie zugeht und sie mitten im Leben abholt, wird langfristiges Vertrauen aufbauen können. Unternehmen die Verantwortung übernehmen werden auch hin und wieder den Schmerz spüren Kunden auf dem Weg zu verlieren, aber sie werden auch Kunden gewinnen.

Spürst du die Veränderung? #UnternehmenKämpfenJetzt für ihre Kunden. die-eisbrecher sagt dir wie.

Foto: vchal / shutterstock