Demokratie: Der reine Empfänger ist tot, es lebe der Sender.

  • 29. Juli 2016, 06:40

Heute leiten die als Web 2.0 zusammengefassten Internet-Plattformen wie Google+, YouTube, Facebook oder Twitter bereits einen tiefgreifenden gesellschaftlich-kulturellen Wandel ein. Die Partizipationsmöglichkeiten, die sie bereitstellen, gestatten es, Demokratie neu zu denken und eine neue politische Öffentlichkeit zu schaffen. Dabei stehen wir erst am Anfang!

(Zeit-ung)emäß
Der Internet-User von heute kann sich ganz viele Stimmen zu einem gesellschaftlichen Problem anhören, sie vergleichen und sich am Ende des Tages vielleicht eine fundiertere Meinung bilden. Die klassischen Medien – Zeitungen, das Fernsehen – büßen zum Teil ihre Gatekeeper-Position ein, müssen sich neu orientieren, ja sterben vielleicht sogar aus. (Viele Beispiele für gelungene digitale Demokratie und das senden und senden lassen finden sich in meinem Buch APPstimmen.)

Relevante Themen als Zugpferd in der Marketingbranche
Und gerade auch weil das soziale Netz ein hypermodernes Verteil-System für Argumente bildet, müssen auch Marken umdenken. Sie müssen ihre Kunden senden lassen. Wenn Marken statt typischer Werbebotschaften auf relevante Themen von öffentlichem Interesse setzen, ist eine breite Diskussion zwischen Marke und Kunde aber auch zwischen Kunden und Kunden vorprogrammiert. Dadurch entsteht eine einzigartige Beziehung zu Marken, die vor allem durch Solidarisierung im Diskurs zustande kommt.

Echtzeitkommunikation hat unsere Gesellschaft stark demokratisiert. Das betrifft nicht nur die Politik, sondern auch Marken und Unternehmen. Menschen lassen sich nicht mehr berieseln, nicht mehr bevormunden. Sie entscheiden selbst wofür sie Verantwortung übernehmen. Sie suchen jemanden der mit ihnen leidet und für sie kämpft. Finden sie so jemanden, entsteht eine einzigartige Beziehung zwischen Kunde und Marke.

Spürst du die Veränderung? Marken setzen jetzt auf relevante Themen für ihre Kunden. die-eisbrecher sagt dir wie.

Foto: Dean Drobot / shutterstock