Datenschutzreform: EU-weites Rechtschaos!

  • 24. Dezember 2015, 09:08

Die neue Datenschutzreform sollte eigentlich Klarheit bringen. Eigentlich. Das Resultat schaut momentan vielmehr nach einem chaotischen Regelwerk innerhalb der EU aus. Die Gesetzesnovelle stellt unter anderem mit dem sogenannten „Recht auf Vergessenwerden“ den Datenschutz der Menschen ins Zentrum, die-eisbrecher hat berichtet.

Wie das nun EU-weit umgesetzt werden soll, lässt viele Fragen offen. Betrachtet man nämlich Detailfragen rund um die Datenschutzreform, kommen die EU-Mitgliedstaaten offensichtlich auf keinen grünen Zweig. Wenn´s ums Eingemachte geht, fühlt sich hier niemand verantwortlich und man schiebt die Verantwortung an die jeweiligen nationalen Gesetzgeber weiter.

Von einer Rechtsklarheit ist man hier noch meilenweit entfernt.
Ab welchem Alter können Jugendliche der Verarbeitung ihrer Daten zustimmen? Was passiert mit strafrechtlich relevanten Daten? Wie soll der Umgang mit biometrischen oder auch gesundheitlichen Daten aussehen? – Auf solche Fragen hat man keine konkrete Lösung. Diese sollen vielmehr in der nationalen Gesetzgebung des jeweiligen Mitgliedstaates behandelt werden.

Wo bleibt hier das „An-Einem-Strang-Ziehen“ innerhalb der EU?
Ich sehe diese Lösung vielmehr als eine Wucherung von Regelwerken, die den Umgang – vor allem im Internet – alles andere als durchschaubar macht. Welche Sinn macht es, eine Gesetzesnovelle zum Schutz der Menschen zu entwerfen, die schlussendlich wieder in nationalen Richtlinien endet. Wir sind im 21. Jahrhundert, die Welt ist vernetzt und schnelllebig. Genauso vernetzt und vor allem transparent sollte dann doch auch die Datenschutzreform aussehen oder nicht?
die-eisbrecher ruft auf: Sprich auch du dich für klare Regelungen zum Schutz deiner eigenen Daten aus!
Aufwachen, mitbestimmen.

Spürst du die Veränderung? #UnternehmenKämpfenJetzt für ihre Kunden. die-eisbrecher sagt dir wie.